Bipolare Störung Test: Bin ich bipolar bzw. manisch-depressiv?

Dieser Selbsttest zeigt dir, ob du Symptome einer bipolaren Störung hast bzw. manisch-depressiv bist.

Hinweis

Ganz wichtig: Dieser Test setzt voraus, dass du schon mindestens einmal eine eindeutige depressive Episode erlebt hast. Er stellt nicht fest, ob du überhaupt an einer Depression leidest, sondern setzt das voraus und versucht nur, einen Anhaltspunkt zu liefern, ob es sich dabei um eine bipolare Störung handelt.

Erklärung

Dieser Bipolar-Test wurde in den 90er Jahren zusammen mit einer Reihe anderer Tests von zwei Psychiatern entwickelt, die kurioserweise den gleichen Nachnamen tragen: vom Amerikaner Dr. Ivan K. Goldberg und dem Briten Sir David Goldberg.

Der Test besteht aus zwölf Aussagen mit jeweils sechs Antwortmöglichkeiten, je nachdem wie stark eine Aussage zutrifft. Je häufiger bzw. die stärker die Zustimmung zu den Aussagen, desto wahrscheinlicher wird das Vorliegen einer bipolaren Störung.

Das Besondere und auch Gefährliche an diesem Test ist, dass er voraussetzt, dass ein Mensch in irgendeiner Weise tatsächlich an einer Depression leidet, bevor er diesen Test ausfüllt. Das stellt dann kein Problem dar, wenn der Test zusammen mit einem Therapeuten durchgeführt wird, der die Vorgeschichte kennt und die Ergebnisse einordnen kann. Bei einer Selbstdiagnose im Internet, mehr noch als schon üblich, kann es sehr schnell zu einem falschen Ergebnis kommen und man sollte das Ergebnis mit äußerster Vorsicht behandeln. Insbesondere auch da es nicht so ungewöhnlich ist, dass ein Mensch mit einer "normalen" Depression einen seltsamen Wunsch verspüren kann, nicht nur depressiv, sondern manisch-depressiv zu sein. Wahrscheinlich aus einer romantisierten Vorstellung heraus, dass eine bipolare Störung die Krankheit der Genies und Kreativen sei, und man so dem eigenen Leiden eine positive Interpretation geben kann.

Was ist bipolar oder manisch-depressiv?

Ein Mensch mit einer bipolaren Störung (herkömmlich auch manisch-depressiv genannt) pendelt in seinen Gefühlen, Denken und Handeln zwischen extremen Höhen und extremen Tiefen. Die extremen Höhen werden Manie genannt. Eine abgeschwächte und auch häufiger auftretende Form der Manie wird Hypomanie genannt.

Grob gekennzeichnet ist eine Manie durch:

  • Starke Euphorie
  • Ein übersteigertes Selbstwertgefühl
  • Das Gefühl von Unverwundbarkeit
  • Risikoaffinität und die Neigung zu „dummen“ Handlungen wie ausschweifende
  • Sexeskapaden, Kaufexzesse, risikoreiches Autofahren, Drogenmissbrauch, …
  • Stellenweise kann es zu Halluzinationen und psychotischen Episoden kommen
  • Schlaflosigkeit und Rastlosigkeit
  • Rasende Gedanken und grandiose Ideen am Fließband

Weiterführende Links

Der komplette Test auf einen Blick

Punkteverteilung

FrageNiemalsSehr seltenSeltenHin und wiederHäufigSehr häufig
Manchmal rede ich sehr viel oder spreche sehr viel schneller als üblich.012345
Ich bin sehr viel aktiver oder tue sehr viel mehr Dinge als normalerweise.012345
Mich überkommt eine Stimmung, in der ich sehr aufgedreht oder gereizt bin.012345
Es gibt Zeiten von gleichzeitigem Hochgefühl und Depressionen, in denen ich mich gleichzeitig beschwingt/gehoben aber auch niedergeschlagen/depressiv fühle.012345
Ich habe deutlich mehr Interesse an Sex als normalerweise.012345
Mein Selbstwertgefühl schwankt zwischen starkem Selbstzweifel und großem Selbstvertrauen.012345
Es gab SEHR GROSSE Schwankungen in sowohl der Qualität als auch der Quantität meiner Arbeit.012345
Manchmal bin ich SEHR wütend oder abweisend, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt.012345
Ich erlebe Perioden von großer geistiger Schwerfälligkeit und andere Perioden von überschäumender Kreativität.012345
Manchmal habe ich großes Interesse daran, mit anderen Menschen zusammen zu sein, und manchmal möchte ich nur noch mit meinen Gedanken alleine gelassen werden.012345
Manchmal bin ich so erfüllt von starkem Optimismus, zu anderen Zeit von ebenso starkem Pessimismus.012345
Es gibt Zeiten, in denen ich ständig weine oder mit den Tränen kämpfen muss, und andere Zeiten, in denen ich überschwänglich rumalbere und lache.012345

Auswertung

  • Bis 15 Punkte: Der Test deutet nicht darauf hin, dass du eine bipolare Störung hast.
  • 16 bis 24 Punkte: Es kann sein, dass du eine bipolare Störung hast. Der Test ergibt weder ein klares Ja, noch ein klares Nein.
  • 25 oder mehr Punkte: Der Test deutet auf eine größere Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins einer bipolaren Störung hin.